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start [2015/05/28 09:10]
admin [Bildung am Kind und seiner Familie orientiert]
start [2020/01/03 12:12] (aktuell)
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-====== Herzlich willkommen ======+====== Schulkonzept  ====== 
 +===== Einleitung =====
  
 \\ \\
 +Wir sind EINE Schule, in der sich Pädagoginnen, Kinder und Eltern Tag für Tag aufs Neue GEMEINSAM auf den Weg machen, die Welt zu erforschen.\\
  
-{{:grafik:jena_logo.jpg?nolink&  |}} +Wir sehen es als unsere Aufgabe,   
-\\    +  * die Entwicklungsmöglichkeiten jedes einzelnen Kindes aufzuspüren und diese in einer vorbereiteten Lernumgebung durch passende Anforderungen bestmöglich zu fördern (siehe **Begabungsförderung**) 
-  * **Voneinander lernen** - +  * Kinder tagtäglich zu ermutigen, an ihren Schwächen zu arbeiten und von uns begleitet an ihre Grenzen zu gehen. 
-  * **miteinander arbeiten -** +  die Erfahrungen der Kinder in den Unterrichtsalltag einfließen zu lassen und ihnen zusätzlich Zugänge in neue Welten zu öffnen (siehe **Jenaplan**). 
-  * **füreinander leben.**\\+  * die Erkenntnisse und Entscheidungen der Kinder zu respektieren, sie aber dennoch in Reflexion, Diskurs und kritischem Hinsehen zu schulen. 
 +  Kinder IHRE ganz persönlichen Schritte gehen zu lassen, mit der für SIE nötigen Unterstützung.
 \\ \\
-(Peter Petersen, Begründer der Jenaplanpädagogik)+Lehren heißt ein Leben auf immer zu berühren! Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst!\\
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-\\ 
-{{:grafik:weisse_querlinie.png?nolink&850|}}\\ 
-====== Pädagogische und didaktische Konzeption ====== 
 \\ \\
  
-===== Bildung am Kind und seiner Familie orientiert =====+===== Schule der Reformen =====
  
-Das setzt voraus:\\+{{:grafik:jena_logo.jpg?nolink& |}} 
 +\\   
  
-=== Methodenvielfalt === +**//"Voneinander lernen -//**\\ 
-\\  +**//miteinander arbeiten -//**\\ 
-So unterschiedlich Kinder sind (Lerntypen, Begabungen, Interessen, sozialer und religiöser Hintergrund,…) so unterschiedlich sind ihre Bedürfnisse, wenn es um effizientes, ertragreiches und nachhaltiges Lernen geht.\\+**//füreinander leben."//**\\ 
 +\\
  
-Wie eine groß und langjährig angelegte Studie (von Hattie) belegtsteht an erster Stelle für ein gelingendes Lernen die Lehrperson und ihre positive Beziehung zum Kind.\\+(Peter PetersenBegründer der Jenaplanpädagogik) 
 +\\
  
-Weiter wird belegtdass weder Klassengrößennoch Heterogenität oder Homogenität den Lernerfolg vorantreiben. Auch der sogenannte Frontalunterricht wirkt sich per se nicht negativ auf den Lernerfolg aus.\\+{{:grafik:weisse_querlinie.png?nolink&800|}}\\ 
 +Wir sind eine Schuledie bei all ihrem PlanenTun, Reflektieren und Evaluieren die Bedürfnisse ihrer Schützlinge im Focus hat und die sich dabei ihrer großen Verantwortung für die bestmögliche Förderung jedes einzelnen Kindes bewusst ist.\\
  
-Nur dort wo Schule flexibel istwo sie ihr Konzept an den gegenwärtigen Kindern orientiert  - nur dort ist Schule erfolgreich.\\+Wir sind eine Leistungsschulein der Kinder den Schulalltag mit ihren Interessen und Kompetenzen aktiv mitgestalten. Dialogisches Lernen wird bei uns seit Jahren gelebt.\\
  
-Und dafür braucht Schule ein\\ +Wir motivieren Kinder an ihre Grenzen zu gehen und wenn möglich sogar darüber hinaus.\\ 
 +Wir bestärken sie Dinge auszuprobieren, eigene Lösungswege zu finden.\\ 
 +Fehler machen und Scheitern erleben unsere SchülerInnen als wertvolle Erfahrungen auf dem Weg zum Ziel.\\
  
-=== Angebot an Vielfalt === +An unserer Schule erwerben Kinder sowohl gefestigte Grundkompetenzen in Rechnen, Schreiben und Lesen, als auch für das weiter Leben unverzichtbare Eigenschaften wie Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, mehr  Wissen-Wollen,  kritisches Reflektieren und eigene Ergebnisse präsentieren. 
 +\\
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-Vielfalt an pädagogischen und didaktischen Konzepten, die nicht starr im Unterrichtsalltag festgeschrieben sind, sondern sich flexibel am momentanen Istzustand und den aktuellen Bedürfnissen der Kinder orientieren.\\ 
  
-Methodenvielfalt als Garantieden unterschiedlichen LerntypenInteressen und Bedürfnissen bestmöglich gerecht zu werden.\\ +Das Kind im ZentrumWissensvermittlung orientiert am Interesse der KinderFordern und Fördern im Individualunterricht. So leben wir Jenaplanphilosophie im 21. Jahrhundert
- +Daher freuen wir uns und sind stolzdass unser Einsatz mit einem Eintrag auf der Homepage der Jenaplanschulen Österreichs gewürdigt wurde.\\ 
-Evaluierungen bei unseren weiterführenden Schulen bestätigen uns, dass unsere Schülerinnen und Schüler sowohl selbstständig und wissbegierig sind als auch sehr gut referierenpräsentieren und reflektieren können.+\\ 
 +**Mehr dazu:**
  
-=== Flexible Stundentafeln ===+{{:grafik:weisse_querlinie.png?nolink&40|}} **>>** [[http://www.jenaplan.at/|Jenaplanpädagogik Österreich]]\\
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-Da wir - eine kleine Schule - trotz „geringer“ Ressourcen unseren Schülerinnen und Schülern die Vielfalt einer großen Schule bieten möchten, haben wir kreative Lösungen entwickelt.\\ +\\ 
- +\\ 
-In geblockten Einheiten, mit Projektunterricht, so wie Unterstützung von Vereinen und externen Experten bringen wir Qualität und Abwechslung in unseren Schulalltag.\\+===== Schule der Innovationen ===== 
 +\\ 
 +{{:grafik:mint-guetesiegel_rgb_large_550x263.jpg?nolink&200 |}} 
 +Das 2017 erstmals für drei Jahre verliehene "MINT" Gütesiegel des Bildungsministeriums würdigt unser ausserordentliches Engagement im innovativen pädagogischen Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern.\\ 
 +{{:grafik:weisse_querlinie.png?nolink&900|}}
  
-=== Klassenauflösungen – warum nicht gleich Mehrstufenklassen? ===+Generell sehen wir dies als stellvertretende Auszeichnung für unser Bemühen um vielfältigen Zugang in allen Themenbereichen der Schule.\\ 
 +Speziell zu den MINT Themen hat die Jenaplan Volksschule Vasoldsberg folgendes für sich definiert:\\
 \\ \\
-Die Grundstufe I als Einheit leben, um Kindern, mit sehr unterschiedlichen Startvoraussetzungen, und ihren Familien den Druck am „Weiterkommen müssen“ zu nehmen.\\ 
  
-Dieses Konzept ermöglicht uns ein nahtloses Gleiten zwischen der Vorschulstufe, der ersten und zweiten Klasse und verhindert bei den Kindern eine Überforderung,  sowie eine - nicht minder beachtenswerte - Unterforderung.\\+**M** wie **Mathematik erleben**\\
  
-Von der zweiten in die dritte Schulstufe erleben Kinder einen großen Sprung in ihrer körperlichen und geistigen EntwicklungSie werden vom „Schulanfängerkind“ zum „echten Schulkind“.\\+  * Mit allen Sinnen AKTIV in all seinen Bereichen BEgreifen.  
 +  * Individuelle, eigene, verschiedene Lösungswege ausprobieren, diese vergleichen, im Team diskutieren und reflektieren. 
 +  * Mut zum Fehler machen. Diesen auf den Grund gehen und dabei erkennen, 
 +  * dass man gemeinsam oft schneller ans richtige Ziel kommt
  
-Der Umgang mit der  Lehrperson, mit den Mitschülerinnen und Schülern verändert sich zusehends.  +**I** wie **Implementierung einer digitalen Grundbildung**\\ 
-Findet der Schulalltag auf der Grundstufe I vorwiegend auf der Beziehungsebene“ statt, so gleitet dieser nun vermehrt auf die kognitive Ebene.\\+  
 +  * ICH inmitten der Informationstechnologie / sinnvoller Umgang mit den Medien 
 +  * Informatiksysteme / Technologien zügig und effizient zu bedienen und nützten  
 +  * Beherrschen gängiger Standardanwendungen 
 +  * Grundlagen des Kodierens und Dekodierens 
 +  * von Early coding“ (GS1) bis zu Medienkompetenz“ (GS2)
  
-Dies ist ein wesentlicher Grund, warum es in unserer Volksschule keine fixen altersheterogenen Klassen über drei bzw. vier Schulstufen gibt.\\+**N** wie **Naturwissenschaften enträtseln**\\
  
-Unsere Erfahrung und Studien haben gezeigtdass Kinder ab diesem Alter Gleichaltrige zum Austausch und Reflektieren brauchen.\\+  * Forschenexperimentieren, sondieren, tüfteln, Ergebnisse dokumentieren und präsentieren. 
 +  * Chemischen und physikalischen Alltags-Phänomenen auf den Grund gehen. 
 +  * Die Neugierde am Leben um uns herum wecken und erhalten.
  
-Der Verweis auf die Bedeutung von  „Kleine lernen von Großen“ und umgekehrt, findet – wenn überhaupt – im sozialen Bereich seine Berechtigung.\\ +**T** wie **Begeisterung für Technik wecken**\\
-  +
-Für nachhaltiges und motiviertes Lernen sind Mehrstufenklassen daher nicht zwingend notwendig.\\+
  
-Um diesem sozialen Aspekt in unserer Schule Zeit und Raum zu geben und den Kindern die Möglichkeit zu gebenSchule als Familie und als großes Ganzes zu erlebenlösen wir grundstufenweise oder über alle Schulstufen hinweg die Klassenverbände für Projekte immer wieder auf.+  * Planenkonstruieren, bauen (Beispiel: Leonardo da Vinci Projekt)) 
 +  * Technische Geräte kennen und damit hantieren lernen (bohrenschrauben, feilen, …) 
 +  * Dingen durch nachbauen, Selbstversuche, Experimente auf den Grund gehen 
  
-=== Flexible und qualitätsvolle Betreuung === 
 \\ \\
-Als Übergangsphase hin zu Ganztagesklassen in verschränkter Form bieten wir zurzeit  Ganztagesklassen in getrennter Abfolge an.\\ +**Mehr dazu:**
-  +
-Eltern können bei uns zwischen **2, 3, 4,** oder **5 Tagen wählen**.  +
-Für  Eltern und deren Familienorganisation ein Vorteil!\\+
  
-Nach einem **gemeinsamen Mittagessen** (geliefert vom nahegelegenen Seniorenzentrum) und einer Erholungsphase, wird das am Vormittag Erarbeitete gefestigt und geübt.\\+{{:grafik:weisse_querlinie.png?nolink&40|}} **>>** [[http://www.mintschule.at/|MINT Gütesiegel]]\\  
 +{{:grafik:weisse_querlinie.png?nolink&40|}} **>>** [[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170502_OTS0128/haus-der-industrie-mint-schulen-vor-den-vorhang|MINT Schulen vor den Vorhang]]\\ 
 +{{:grafik:weisse_querlinie.png?nolink&40|}} **>>** [[schulleben#physik_natur_-_spielerisch_experimentieren|Schulleben -> Physik & Natur]]\\ 
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-**HausübungenFestigen** und **Üben** werden in unserer GTS-Gruppe von  **unseren Lehrerinnen betreut** und begleitet.\\+===== Begabungsfördernde Schule ===== 
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 +{{:grafik:begabungssiegel_217x145.png?nolink&200 |}} 
 +Unsere Begabungsförderung basiert auf dem Wissendass in jedem Kind – wie auch in jedem Erwachsenen – Begabungen schlummern.\\
  
-Die Hausaufgabenfreie Klasse ist hier schon gelebte Realität.\\+{{:grafik:weisse_querlinie.png?nolink&900|}} 
 +Aufgabe einer Schule ist es, diese zu entdecken und deren Entfaltung durch eine entsprechende Lernumgebung und gezieltes Coaching zu ermöglichen bzw. positiv zu verstärken.\\
  
-Im **Freizeitteil** finden sich neben **sportlichen** und **kreativen Aktivitäten** immer wieder **Ausflüge** und **Projekte** mit Vereinen und externen Organisationen, die in vielen Fällen auch einen Querbezug zum Schulalltag herstellen.\\+Um dies zu gewährleistenarbeiten wir in Grundstufenteams. Die Kinder haben so die Möglichkeit in Mathematik und Deutsch-Lesen-Schreiben IHRE individuellen Schritte durch Herausforderungen und Hilfestellungen zu gehen.\\
  
-Wichtig sind aber auch Phasen **„kreativer Ruhe“**, in denen sich Kinder **zurückziehen**sich **"langweilen"** und dadurch den **eigenen Gedanken nachhängen** können und dürfen.\\+Als Experten unterstützen und inspirieren sie Andereohne jedoch dabei an ihrem eigenen Vorrankommen behindert zu werden.\\ 
 + 
 +Im Modulsystem – ein Teil unserer Begabungsförderung - inskribieren Kinder Bereiche in denen sie sich vertiefen möchten. Dies ermöglicht sowohl Kindernals auch Pädagoginnen, ihre Begabungen und Interessen miteinander zu leben und zu vertiefen.\\
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 +{{:grafik:weisse_querlinie.png?nolink&400|}}{{:grafik:jena_bambus_64x64_dark.jpg?nolink&40|}}\\
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 +====== Differenzierte Konzeptionen in der Grundstufe I und II ======
  
-===== Bildungskonzept auf VIER Säulen =====+{{:2016:2015-10_igelprojekt:igelprojekt_recherche_2015_0705_750x500.jpg?direct&150|}}\\
  
-=== Die Beziehungssäule ===+===== Grundstufe I ===== 
 +=== Familienklassen / Stammgruppen === 
 +Im Schuljahr 2019/20 leben wir aufgrund unserer zahlreichen Schulanfänger*innen die **Grundstufe I als Gesamtheit mit drei Stammgruppen** (rot, blau, gelb).\\ 
 + 
 +Die Stammgruppen sind ein Platz zum Ankommen am Beginn der Woche, ein Erzählen vom Wochenende und gemeinsames Planen der Woche. In den Stammgruppen finden kreative Einheiten, sowie Teile der Sport- und Musikeinheiten statt. In den Stammgruppen reflektieren Kinder am Freitag ihr Arbeiten.\\ 
 + 
 +Parallel zu den Stammgruppen werden die **Basics** in Deutsch und Mathematik **in Kursen** erarbeitet.\\ 
 +Kinder der 0. bis 2. Schulstufe werden hier – je nach Wissensstand – in Kleingruppen zusammengefasst. Herausforderung und Fördern, damit kein Kind über- oder unterfordert wird. Herausforderung und Fördern als Garant dafür, dass JEDES Kind seine EIGENEN Entwicklungsschritte gehen kann und darf.\\ 
 + 
 +**Themenarbeiten** leben wir als Grundstufe I gemeinsam.\\ 
 +Durch gemeinsames Eintauchen in ein Thema wird die Neugierde der Kinder auf ein „Mehr-Wissen-Wollen“ geweckt. Als Expert*innen bringen sie bereits gesammelte Erkenntnisse und Erfahrungen in die Projektarbeit ein. Gemeinsam finden wir Antworten auf „neue“ Fragen.\\ 
 + 
 +Gesetzlich sind schon seit jeher **3 Jahre für die Grundstufe I** (1. und 2. Klasse) vorgesehen. 
 +Diese Möglichkeit leben wir seit dem Schuljahr 2016/17, verstärkt konzeptionell genutzt, mit unseren Familienklassen (Vorschulklasse, 1. Stufe, 2. Stufe).\\
 \\ \\
-Durch enge Nahtstellenarbeit und regelmäßigen Austausch mit den Kindergartenpädagoginnen gewähren wir einen nahtlosen Übergang vom Kindergarten in die Volksschule.\\ +**siehe auch:** 
 + 
 +{{:grafik:weisse_querlinie.png?nolink&40|}} **>>** [[Schulleben#unterrichtszeiten_stundenplaene|Schulleben]]
  
-Wir achten auf ausreichend Zeit, Raum und Ruhe für **Gespräche** (eine **Säule des Jenaplans**), nehmen die Kinder in ihrer Individualität ernst und bekunden ihnen damit Interesse an ihrer Person.\\ 
  
-Seit Jänner 2014 gibt es zusätzlich eine verstärkte Schnittstellenarbeit mit den  Sekundarschulen unserer ehemaligen SchülerInnen.\\  +=== Vorteile einer gemeinsam geführten Grundstufe I (zusammengefasst) === 
-So erfahren wirworauf dort besonders Wert gelegt wird. Gleichzeitig berichten wir von unserer Arbeit und gewähren somit einen stressfreien Übertritt nach der vierten Schulstufe.\\+  * Ein nahtloses Gleiten zwischen der Vorschulstufe, der ersten und zweiten Klasse wird ermöglicht
 +  * Eine Überforderungsowie eine - nicht minder beachtenswerte - Unterforderung der Kinder wird verhindert. 
 +  * Kinder haben - dort wo es nötig ist - Zeit zum Nachreifen. 
 +  * Die Unsicherheit und der Stress bezüglich der Feststellung der Schulreife des Kindes fallen weg. 
 +  * Begabte und frühreife Kinder können in unseren Kursen noch gezielter gefördert werden. 
 +  * Jedes Kind, das in die Grundstufe II wechselt (3. und 4.Klasse) hat seine  Basics in Lesen, Schreiben und Rechnen, sowie wichtige Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Selbsttätigkeit und Teamfähigkeit gefestigt.
 \\ \\
  
-=== Die Wissenssäule ===+ 
 +===== Grundstufe II ===== 
 +=== Aus "Schulanfängern" werden "echte Schulkinder" === 
 + 
 +Von der zweiten in die dritte Schulstufe erleben Kinder einen großen Sprung in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung. Sie werden vom „Schulanfängerkind“ zum „echten Schulkind“. 
 +Der Umgang mit der Lehrperson, mit den Mitschülerinnen und –schülern verändert sich zusehends. Findet der Schulalltag auf der Grundstufe I vorwiegend auf der „Beziehungsebene“ statt, so gleitet dieser nun vermehrt auf die „kognitive Ebene“.\\ 
 +Unsere Erfahrung haben gezeigt, dass Kinder ab diesem Alter Gleichaltrige zum Austausch und Reflektieren brauchen. Dies ist ein wesentlicher Grund, warum es in unserer Volksschule keine fixen altersheterogenen Klassen über drei bzw. vier Schulstufen gibt.\\ 
 + 
 +Nach der Grundstufe I treffen sich die Kinder mit einem gefestigten Basiswissen und Kompetenzen wie Teamfähigkeit, erste Erkenntnisse im Recherchieren, Exzerpieren, Festhalten von neuem Wissen und Präsentieren von neuen Erkenntnissen in ihrer 3. Klasse.\\  
 + 
 +Die 3. und 4. Klasse (Grundstufe II) sind zwar als Stammgruppen altershomogen getrennt, arbeiten jedoch wie die Grundstufe I eng zusammen: 
 +  * In Mathematik und Deutsch stehen die Türen offen (Drehtürmodell), ein miteinander und voneinander Lernen ist gelebte Realität. 
 +  * Themenarbeit wird auch hier klassenübergreifend (und zweimal pro Jahr grundstufenübergreifend) gelebt.\\ 
 +  
 +\\ 
 +Ziel ist es, Schule als „großes Ganzes“ zu sehen und neben Faktenwissen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, kritisches Hinsehen und Reflexionsfähigkeit zu erwerben. 
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 +{{:grafik:weisse_querlinie.png?nolink&400|}}{{:grafik:jena_bambus_64x64_dark.jpg?nolink&40|}}\\ 
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-Altbewährtes wie der oft verpönte „Frontalunterricht“ findet sich in unserem **Kurs- und Kernunterricht** (eine **Säule des Jenaplans**) wieder.\\ +====== Bildungskonzept auf VIER Säulen ======
-Hier werden **Grundfertigkeiten**, **Strukturen** und **Basiskompetenzen** gemeinsam erarbeitet und anschließend individuell im **Wochenplan** geübt und gefestigt (**Arbeit**, eine **Säule des Jenaplans**).+
  
-Parallel dazu entdeckt man in unserer Schule Neuerprobtes, wie Neugierde durch Impulse wecken, zum Fragenstellen motivieren, recherchieren und exzerpieren, im Team an Lösungswegen arbeiten und diese dann der Gruppe oder der Schule präsentieren.\\+===== Die Beziehungssäule =====
  
-Bei uns erleben Kinder Leistung und Anstrengung als etwas Positives.\\+{{:2013:2012-12-02_adventworkshop:adventworkshop_2585_500x750.jpg?direct&100|}}{{:2016:2015-10_igelprojekt:igelprojekt_recherche_2015_0693_750x500.jpg?direct&150|}}{{:2015:2015-05_vorlesen_kindergarten:vorlesen_kindegarten_2015_2681.jpg?direct&150|}}\\
 \\ \\
  
-=== Die Individualsäule ===+Wir achten auf ausreichend Zeit, Raum und Ruhe für Gespräche (eine Säule des Jenaplans), nehmen die Kinder in ihrer Individualität ernst und machen sie zu Akteuren unseres Schulalltages.\\
 \\ \\
-Wir achten darauf, dass bei uns KEINER zu kurz kommt.\\ 
  
-So bieten wir in Kooperationen mit **Sport**vereinen und mit Unterstützung unseres Elternvereins unter anderem Motopädagogik, Selbstverteidigung, Schwimmen, bewegte Turnstunden, Minihandball, Geschicklichkeitstraining am Rad und vieles mehr an.\\+===== Die Wissenssäule =====
  
-Im **musischen Bereich** leben wir seit vier Jahren eine sehr erfolgreiche Kooperation mit unserer Musikschule (Bläserklasse).\\  +{{:2015:2015-02_standpunkt_mathematik:img_5491_1500x1000.jpg?direct&150|}}{{:2016:2015-10_igelprojekt:igelprojekt_recherche_2015_0689_750x500.jpg?direct&150|}}{{:2016:2015-11_11_kinder_htl_1:kinder_htl_1468_500x750.jpg?direct&100|}}{{:2015:2015-06-12_steiermark:steiermark_8995_750x500.jpg?direct&150|}}{{:2015:2015-01_musik_mittelalter:musikprojekt_2015_6304_750x500.jpg?direct&150|}}\\
-Außerdem organisieren wir uns immer wieder ganz spontan zu einer Schulband und spielen bei diversen AnlässenHier sucht und findet jedes Kind seinen ganz individuellen Platz.\\+
  
-Im **kreativen Bereich** sorgen wir mit Unterstützung unserer Werk- und Religionslehrerin, sowie kompetenten Mentorinnen in Einheiten, aber auch Workshopvormittagen, dass der Fantasie der Kinder keine Grenzen gesetzt werden.\\+DEN einen Unterricht gibt es nicht!\\ 
 +Soll Schule gelingen braucht es eine Mischung aus situationsbezogenen und auf die Kinder fokussierten pädagogischen und didaktischen Paketen.\\
  
-Für sprachbegeisterte Kinder gibt es **Englisch** im Unterricht integriert sowie regelmäßige Einheiten mit einer **Nativespeakerin**.\\+Hier hat **Altbewährtes**, wie der oft verpönte „Frontalunterricht“, genauso seine Berechtigung, wie **Neuerprobtes**.\\
  
-Um unseren kleinen **Forschern** und **Wissenschaftlern** gerecht zu werden, besuchen wir entsprechende Veranstaltungen und freuen uns über die Workshops mit unserem **Physiker**.\\+Frontalunterricht findet sich in unserem Kurs- und Kernunterricht (Jenaplan) wieder. 
 +Im Kernunterricht werden GrundfertigkeitenStrukturen und Basiskompetenzen in der Großgruppe erarbeitet, in Kurs(klein)gruppen wird anschließend individuell geübt und gefestigt. Individualisierung spiegelt sich dabei nicht in der Anzahl der Arbeitsblätter wieder. Die Kinder arbeiten auf unterschiedlichen AufgabenstufenHierbei wird schulstufenübergreifend gearbeitet!\\
  
-In der Volksschule Vasoldsberg **inskribieren** Kinder im Rahmen des Unterrichtes **pro Semester** einen **Kurs** ihres Interesses (**Begabtenförderung**).\\ +Im Zentrum des Schulalltages steht das Leben der Kinder. Durch Impulse wird die Neugierde der Kinder geweckt, sie werden zum Fragenstellen animiert, zum Ausprobieren und Fehler machen ermutigt, zum Recherchieren und Exzerpieren motivieren. Im Team probieren, diskutieren, reflektieren unsere Schüler*innen Lösungswege. Ihre Ergebnisse präsentieren sie der Gruppe, der Klasse oder der Schulgemeinschaft.\\
-\\+
  
-=== Die Gemeinschaftssäule ===+Lernen, intrinsisch motiviert. **Eigengetrieben** und **freiwillig** – das fördert die Neugierde und den Wissensdurst.\\ 
 +So erwerben unsere Schüler*innen nachhaltig Wissen und die dazugehörenden Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Einsatzfreude, kritisches Hinsehen, Reflektieren und die eigene Sicht begründet verteidigen.\\
 \\ \\
-Unser Schuljahr - und mit ihm der Jahreskreis - sind eng verwoben mit den Menschen, die uns wichtig sind (**Feier**, eine **Säule des Jenaplans**).\\ 
  
-Wir texten und lesen für unsere Schulfamilie (Lesekaffees), wir musizieren und spielen für sie (Weihnachtsfeier, Schulschlussfest), wir leben Gemeinschaft mit Eltern, Großeltern, Experten und Freunden (Begrüßungsfest für die Schulanfänger, Gottesdienste, Workshops, Geburtstagsfeiern, Projektarbeiten und deren Präsentationen und vieles mehr).\\ 
  
-Schule lebt nicht isoliert in einem Ort, sie ist Teil des Ortes.\\ +===== Die Individualsäule ===== 
-Ein altes afrikanisches Sprichwort klingt hier ganz modern:\\+ 
 +{{:2014:2014-05-23_wasserprojekt_volume1-4:wasserprojekt_2014_9316_750x500.jpg?direct&150|}}{{:2015:2015-03-12_kurssystem:kreatives_lesen_schreiben_6851_750x500.jpg?direct&150|}}{{:2015:2015-06-25_blaeserklasse:blaeserklasse_2015_6224_750x500.jpg?direct&150|}}{{:2015:2015-03-13_schwimmen:schwimmen_2015_6956_750x500.jpg?direct&150|}}\\
 \\ \\
  
-{{:grafik:weisse_querlinie.png?nolink&200|}}//**„Um ein Kind zu erziehen braucht man ein ganzes Dorf.“**//\\ +Wir achten darauf, dass bei uns KEINER zu kurz kommt!\\ 
-\\ + 
-\\+So bieten wir in Kooperationen mit Sportvereinen und mit Unterstützung unseres Elternvereins unter anderem Motopädagogik, Selbstverteidigung, Schwimmen, bewegte Turnstunden, Minihandball, Geschicklichkeitstraining am Fahrrad und vieles mehr an.\\ 
 + 
 +Im **musischen** Bereich leben wir seit 2012 eine sehr erfolgreiche Kooperation mit unserer Musikschule (Bläserklasse). Außerdem organisieren wir uns immer wieder ganz spontan zu einer Schulband und singen und musizieren bei diversen Anlässen (Musical, Weihnachtskonzert)Hier sucht und findet jedes Kind, Pädagoge – und oft auch Elternteil–seinen ganz individuellen Platz.  
 +Ab dem Schuljahr 2019/20 gibt es wieder wöchentlich eine Einheit „Schulchor.\\ 
 + 
 +Im **kreativen** Bereich sorgen wir mit Unterstützung unserer Werk- und Religionslehrerinnen, sowie kompetenten Mentorinnen, in einzelnen Einheiten, aber auch Workshop-Vormittagen, dass der Fantasie der Kinder keine Grenzen gesetzt werden.  
 +Seit 2013 gibt es für die Kinder der Grundstufe 2 wöchentlich zwei Einheiten „Kreatives Gestalten“.\\ 
 + 
 +**Englisch** leben wir nicht nur integrativ mit Liedern, Spielen und Bilderbüchern im Schulalltag, sondern auch immer wieder mit Expert*innen. Spielerisch nehmen wir den Kindern so die Scheu vor einer, manchmal ersten, Fremdsprache.\\ 
 + 
 +Für unsere Kooperation in der Kinder-HTL (seit 2015), unsere jährlichen Besuche der Kinder UNI, für regelmäßige Museumsbesuche, die Arbeit mit Experten im Rahmen von Projekten (Beispiel: Astronomen beim Zeitreiseprojekt), unser forschendes, experimentelles Lernen im täglichen(!) Schulalltag, Pädagoginnen, die sich regelmäßig weiterbilden, u.v.m. wurden wir mit dem **MINT-Gütesiegel** (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ausgezeichnet.\\ 
 +MINT ein wesentlicher – weil zukunftsweisender  – Bereich unserer Individual- aber auch Wissenssäule!\\ 
 + 
 +In unserer Schule „inskribieren“ Kinder im Rahmen unseres Modulsystems Kurse ihres Neigung. Einer unserer Beiträge zur Begabtenförderung.\\
 \\ \\
  
-===== Volksschule Vasoldsberg – eine Jenaplanschule =====+===== Die Gemeinschaftssäule =====
  
-Seit Herbst 2011 prägen die Säulen des Jenaplans (das Gespräch – der Kursund Kernunterricht – die Arbeit – die Feier) unseren Schulalltag.\\+{{:2015:2014-12-03_lesekaffee_3:lesekaffee_2014-12_4640_750x500.jpg?direct&150|}}{{:2015:2015-01_musik_mittelalter_abschluss:musikprojekt_2015_6707_750x500.jpg?direct&150|}}\\ 
 +\\ 
 +Schule lebt nicht isoliert in einem Ort, sie ist Teil des Ortes.\\ 
  
-Das Kind im Zentrum, Wissensvermittlung orientiert am Interesse der Kinder, Fordern und Fördern im Individualunterricht – wir leben Jenaplanphilosophie im 21. Jahrhundert.\\+Ein altes afrikanisches Sprichwort klingt hier ganz modern: //**„Um ein Kind zu erziehen braucht man ein ganzes Dorf.“**//\\
  
-Daher freuen wir uns und sind stolzdass unser Einsatz mit einem Eintrag auf der Homepage der Jenaplanschulen Österreichs gewürdigt wurde.\\+Die **Integration der Eltern**als aktive, gleichwertige Partner auf Augenhöhe ist in unserem Schulleben gelebter Schulalltag.\\ 
 +Eltern – wie auch „Experten“ und Vereine – bringen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten in unser Schulleben ein.\\
  
-Mehr dazu+Im Gegenzug dazu laden die Kinder unserer Schule Eltern, Verwandte und Freunde zu Feiern und Festen, die sie mit der Präsentation ihrer Arbeiten (Jenaplan), mit ihren Begabungen und Kompetenzen bereichern (siehe dazu Feste im Jahreskreis, Lesekaffees, Konzerte, Musical, …) ein.\\ 
-**>>** [[http://www.jenaplan.at/|Jenaplanpädagogik Österreich]]\\+\\ 
 +\\ 
 +Die Integration der Eltern in unser Schulleben ist uns daher sehr wichtig\\
 \\ \\
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 +{{:grafik:weisse_querlinie.png?nolink&400|}}{{:grafik:jena_bambus_64x64_dark.jpg?nolink&40|}}\\
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start.1432797036.txt.gz · Zuletzt geändert: 2015/05/28 09:10 von admin
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