Schulkonzept

Schule der Reformen


„Voneinander lernen -
miteinander arbeiten -
füreinander leben.“

(Peter Petersen, Begründer der Jenaplanpädagogik)


Wir sind eine Schule, die bei all ihrem Planen, Tun, Reflektieren und Evaluieren die Bedürfnisse ihrer Schützlinge im Focus hat und die sich dabei ihrer großen Verantwortung für die bestmögliche Förderung jedes einzelnen Kindes bewusst ist.

Wir sind eine Leistungsschule, in der Kinder den Schulalltag mit ihren Interessen und Kompetenzen aktiv mitgestalten. Dialogisches Lernen wird bei uns seit Jahren gelebt.

Wir motivieren Kinder an ihre Grenzen zu gehen und wenn möglich sogar darüber.
Wir bestärken sie Dinge auszuprobieren, eigene Lösungswege zu gehen.
Fehler machen und Scheitern erleben unsere SchülerInnen als wertvolle Erfahrungen auf dem Weg zum Ziel.

An unserer Schule erwerben Kinder sowohl gefestigte Grundkompetenzen in Rechnen, Schreiben und Lesen, als auch für das weiter Leben unverzichtbare Eigenschaften wie Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, mehr Wissen-Wollen, kritisches Reflektieren und eigene Ergebnisse präsentieren.

Das Kind im Zentrum, Wissensvermittlung orientiert am Interesse der Kinder, Fordern und Fördern im Individualunterricht. So leben wir Jenaplanphilosophie im 21. Jahrhundert. Daher freuen wir uns und sind stolz, dass unser Einsatz mit einem Eintrag auf der Homepage der Jenaplanschulen Österreichs gewürdigt wurde.

Mehr dazu:

» Jenaplanpädagogik Österreich


Schule der Innovationen


Das 2017 für drei Jahre verliehene „MINT“ Gütesiegel des Bildungsministeriums würdigt unser ausserordentliches Engagement im innovativen pädagogischen Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern.
Wir sehen dies als stellvertretende Auszeichnung für unser Bemühen um vielfältigen Zugang in allen Themenbereichen der Schule.

Innovative, moderne Pädagogik ist bei uns keinenfalls punktuell beschränkt auf Mathematik, Physik und Co.
Vielmehr leben wir das Schaffen von Interesse und Begeisterung mit modernen Methoden und Kozepten genauso in der Erarbeitung der Basiskompetenzen wie Lesen, Rechnen, Schreiben.
Alle Themen der Schule sind eng verbunden mit dem Fördern der Kreativität im umfassenden Sinn.
Motivation zum „Mehr-Wissen-Wollen“, zur Begeisterung und zu einem eigengetriebenen Lernen entwickeln sich ganz nebenbei durch Erfolgserlebnisse im kulturellen Lernen (Musik, Kunst) und bei sportlichen Leistungen.

Mehr dazu:

» MINT Gütesiegel
» MINT Schulen vor den Vorhang
» Schulleben -> Physik & Natur


Bildung am Kind und seiner Familie orientiert

Jedes Kind ist anders - gelebte "Inklusion"



So unterschiedlich Kinder sind (Lerntypen, Begabungen, Interessen, sozialer und religiöser Hintergrund,…) so unterschiedlich sind ihre Bedürfnisse, wenn es um effizientes, ertragreiches und nachhaltiges Lernen geht.

Wie eine groß und langjährig angelegte Studie (Hattie) belegt, steht an erster Stelle für ein gelingendes Lernen die Lehrperson und ihre positive Beziehung zum Kind.

Weiter wird belegt, dass weder Klassengrößen, noch Heterogenität oder Homogenität den Lernerfolg vorantreiben. Auch der sogenannte „Frontalunterricht“ wirkt sich per se nicht negativ auf den Lernerfolg aus.

Nur dort, wo Schule flexibel ist, wo sie ihr Konzept an den gegenwärtigen Kindern orientiert - nur dort ist Schule erfolgreich.
Und dafür braucht Schule ein:

Angebot an Vielfalt


Vielfalt an pädagogischen und didaktischen Konzepten, die nicht starr im Unterrichtsalltag festgeschrieben sind, sondern sich flexibel am momentanen Istzustand und den aktuellen Bedürfnissen der Kinder orientieren.

Methodenvielfalt als Garantie den unterschiedlichen Lerntypen, Interessen und Bedürfnissen bestmöglich gerecht zu werden.

Evaluierungen bei unseren weiterführenden Schulen bestätigen uns, dass unsere Schülerinnen und Schüler eine sehr gute Basisausbildung haben. Zusätzlich arbeiten unsere AbsolventInnen selbstständig und selbsttätig, sie sind wissbegierig, geschickt im Recherchieren, so wie begeistert im Referieren und Präsentieren. Kinder, die unsere Schule nach vier Jahren verlassen sind kritisch, reflektiert und mutig eigene, kreative Wege zu gehen.



Flexible Stundentafeln


Das Arbeiten in Kurssystemen und mit Drehtürmodellen (Deutsch, Mathematik), in geblockten Einheiten (z.B. unser Modulsystem), in Schulprojekten, so wie in Kooperation mit Vereinen und externen Experten garantiert an unserer JENAPLAN-Schule einen stärkenorientierten Schulalltag.

Mehr dazu:

Wie umfassend und flexibel wir diese Vielfalt leben, sehen sie in unserem » Schulleben


Differenzierte Konzeptionen in der Grundstufe I und II - Soziale Aspekte


Grundstufe I

Familienklassen

Kinder bringen in der Schuleingangsphase sehr unterschiedliche Startvoraussetzungen - in vielerlei Hinsicht - mit.
Während man einigen Kindern noch „Zeit fürs Nachreifen“ geben muss, kann es anderen Kindern nicht schnell und intensiv genug gehen. Dies bedarf eines stark individuellen Unterrichtes.

Gesetzlich sind schon seit jeher 3 Jahre für die Grundstufe I (1. und 2. Klasse) vorgesehen.
Diese Möglichkeit leben wir seit dem Schuljahr 2016/17, verstärkt konzeptionell genutzt, mit unseren beiden Familienklassen (Vorschulklasse, 1. Stufe, 2. Stufe).

Konzeptumsetzung

Statt wie bisher 1. und 2. Schulstufe – zwar in Themenarbeiten gemeinsam –ansonsten aber getrennt zu führen, leben wir die Grundstufe I ab Herbst 2016 in Familienklassen (Vorschulstufe, 1.Stufe, 2.Stufe). Themenarbeiten (früher Sachunterricht) werden wie bisher gemeinsam erarbeitet, recherchiert und präsentiert.

Die Basics, sprich Lesen, Schreiben und Rechnen, lernen die Kinder in Kursen. Je nach Entwicklungsschritt fassen wir die Kinder beider Familienklassen in Kleingruppen - in diesem Schuljahr in vier unterschiedlichen Niveaukursen - zusammen. Da kann es dann schon einmal vorkommen, dass ein Schulanfänger/eine Schulanfängerin einen Deutsch-2-Kurs besucht, oder ein Zweitklässler einen Bereich, in dem er/sie noch unsicher ist, im Mathematik-1-Kurs wiederholt.

siehe auch:

» Schulleben

Vorteile von Familienklassen

  • Ein nahtloses Gleiten zwischen der Vorschulstufe, der ersten und zweiten Klasse wird ermöglicht.
  • Eine Überforderung, sowie eine - nicht minder beachtenswerte - Unterforderung der Kinder wird verhindert.
  • Kinder haben - dort wo es nötig ist - Zeit zum Nachreifen.
  • Die Unsicherheit und der Stress bezüglich der Feststellung der Schulreife des Kindes fallen weg.
  • Begabte und frühreife Kinder können in unseren Kursen noch gezielter gefördert werden.
  • Jedes Kind, das in die Grundstufe II wechselt (3. und 4.Klasse) hat seine Basics in Lesen, Schreiben und Rechnen, sowie wichtige Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Selbsttätigkeit und Teamfähigkeit gefestigt.


Grundstufe II

Aus "Schulanfängern" werden "echte Schulkinder"

Von der zweiten in die dritte Schulstufe erleben Kinder einen großen Sprung in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung. Sie werden vom „Schulanfängerkind“ zum „echten Schulkind“.

Der Umgang mit der Lehrperson, mit den Mitschülerinnen und –schülern verändert sich zusehends. Findet der Schulalltag auf der Grundstufe I vorwiegend auf der „Beziehungsebene“ statt, so gleitet dieser nun vermehrt auf die „kognitive Ebene“.

Studien und auch unsere Erfahrung haben gezeigt, dass Kinder ab diesem Alter Gleichaltrige zum Austausch und Reflektieren brauchen.
Dies ist ein wesentlicher Grund, warum es in unserer Volksschule keine fixen altersheterogenen Klassen über drei bzw. vier Schulstufen gibt.

Die aus den beiden Familienklassen hervorgegangenen Drittklässler werden in der 3. Klasse wieder zusammengeführt.
Die 3. und 4. Klassen arbeiten jedoch eng zusammen:

  • In Mathematik und Deutsch stehen die Türen offen (Drehtürmodell), ein miteinander und voneinander Lernen ist gelebte Realität.
  • Themenarbeit wird bei uns klassen- und immer wieder auch grundstufenübergreifend gelebt. Ziel ist es, Schule als „großes Ganzes“ zu sehen und neben Faktenwissen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, kritisches Hinsehen und Reflexionsfähigkeit zu erwerben.


So werden auch in der Grundstufe II die Kinder bestmöglich gefördert und gefordert.

Schule als "großes Ganzes"


Um dem sozialen Aspekt in unserer Schule besonders Zeit und Raum zu geben und den Kindern die Möglichkeit, Schule als Familie und als großes Ganzes zu erleben, lösen wir grundstufenweise oder über alle Schulstufen hinweg die Klassenverbände für Projekte immer wieder auf.


Ganztagesschule (GTS)


  • Flexible und qualitätsvolle Betreuung und Ergänzung am Nachmittag

Um Kindern und Eltern echte Flexibilität in der Ganztagesbetreuung zu bieten, leben wir, anschließend an den Vormittagsunterricht, unsere Nachmittagsklasse als Ganztagesklasse in getrennter Abfolge.

Die Tagesstrukturierung ist über den Tag verteilt durch Lern- und Pausenphasen ähnlich jener einer verschränkten Form.

Unterschiedlich ist jedoch, dass Eltern in dieser Form zwischen 2, 3, 4, oder 5 Tagen wählen können.
Für Eltern mit flexiblen Arbeitszeiten mag dies organisatorisch sogar ein Vorteil sein.

  • Erholung - Essen - Lernen - Spiel

Konzeptionell ist die GTS Teil der Schule.
Die klassischen Lerninhalte und - Ziele werden im „Vormittagsunterricht“ mit allen Schülern umgesetzt.

Die Nachmittagsstunden dienen - nach einer Erholphase (Seele baumeln lassen, sich langweilen dürfen, aber auch gemeinsam spielen, im Garten toben, kreativ sein, …) und dem gemeinsamen Mittagessen - dem Festigen des Lernstoffes und dem Fördern. Gecoacht werden die GTS-Kinder dabei von unseren Lehrerinnen.
Verschiedene zum Jahreskreis passende Projekte lockern die Nachmittage immer wieder auf.
Im Rahmen der Begabungsförderung forschen die Kinder in diesem Schuljahr jeden Dienstag im „Na Chlor Labor“.
Mit Unterstützung des „Bewegungsland Steiermark“ organisieren wir immer wieder Sporteinheiten für unsere Ganztageskinder.

Mehr dazu unter:

 » Schulleben und dessen Strukturierung

Zusammenspiel mit den Eltern



Eltern als wichtige Protagonisten bereichern unseren Schulalltag. Als gleichberechtigte Partner tragen sie neue Impulse in unsere Schule. So wird unsere Schule zum Ort der Potentialentfaltung.

Wir leben eine Kultur der Wertschätzung, des Vertrauens und der Verbundenheit.




Bildungskonzept auf VIER Säulen

Die Beziehungssäule



Wir achten auf ausreichend Zeit, Raum und Ruhe für Gespräche (eine Säule des Jenaplans), nehmen die Kinder in ihrer Individualität ernst und bekunden ihnen damit Interesse an ihrer Person.

Durch enge Nahtstellenarbeit und regelmäßigen Austausch mit den Kindergartenpädagoginnen gewähren wir einen nahtlosen Übergang vom Kindergarten in die Volksschule.

Seit Jänner 2014 gibt es zusätzlich eine verstärkte Schnittstellenarbeit mit den Sekundarschulen unserer ehemaligen SchülerInnen.

So erfahren wir, worauf dort besonders Wert gelegt wird. Gleichzeitig berichten wir von unserer Arbeit und gewähren somit einen stressfreien Übertritt nach der vierten Schulstufe.

Die Wissenssäule


  • Altbewährtes,

wie der oft verpönte „Frontalunterricht“ findet sich in unserem Kurs- und Kernunterricht (Säule des Jenaplans) wieder.

Hier werden Grundfertigkeiten, Strukturen und Basiskompetenzen gemeinsam erarbeitet und anschließend individuell im Wochenplan geübt und gefestigt („Arbeit“, Säule des Jenaplans).

  • Neuerprobtes,

wie Neugierde durch Impulse wecken, zum Fragenstellen motivieren, recherchieren und exzerpieren, im Team an Lösungswegen arbeiten und diese dann der Gruppe oder der Schule präsentieren - kurz eigengetriebenes und freies Lernen formt und fördert die Interessen und Kompetenzen unserer Schüler.

Bei uns erleben Kinder Leistung und Anstrengung als etwas Positives.

Die Individualsäule



Wir achten darauf, dass bei uns KEINER zu kurz kommt!

So bieten wir in Kooperationen mit Sportvereinen und mit Unterstützung unseres Elternvereins unter anderem Motopädagogik, Selbstverteidigung, Schwimmen, bewegte Turnstunden, Minihandball, Geschicklichkeitstraining am Fahrrad und vieles mehr an.

Im musischen Bereich leben wir seit vier Jahren eine sehr erfolgreiche Kooperation mit unserer Musikschule (Bläserklasse). Außerdem organisieren wir uns immer wieder ganz spontan zu einer Schulband und spielen bei diversen Anlässen. Hier sucht und findet jedes Kind seinen ganz individuellen Platz.

Im kreativen Bereich sorgen wir mit Unterstützung unserer Werk- und Religionslehrerin, sowie kompetenten Mentorinnen, in Einheiten, aber auch Workshopvormittagen, dass der Fantasie der Kinder keine Grenzen gesetzt werden.

Englisch, nicht nur integrativ mit der Klassenlehrerin, sondern auch einmal pro Monat mit unserer „Englischmama“, ermöglicht uns, die Kinder für eine erste Fremdsprache zu begeistern.

Um unseren kleinen Naturwissenschaftlern gerecht zu werden, besuchen wir entsprechende Veranstaltungen und freuen uns über die Workshops mit unserem Physiker.

Seit Herbst 2015 sind wir Teilnehmer des Langzeitprojektes: „Kinder-HTL

In unserer Schule „inskribieren“ Kinder im Rahmen unseres Kurssystems einen Kurs ihres Interesses.
Einer der Beiträge zur Begabtenförderung.

Die Gemeinschaftssäule



Unser Schuljahr - und mit ihm der Jahreskreis - sind eng verwoben mit den Menschen, die uns wichtig sind.

Wir texten und lesen für unsere Schulfamilie (Lesekaffees), wir musizieren und spielen für sie (Weihnachtsfeier, Schulschlussfest), wir leben Gemeinschaft mit Eltern, Großeltern, Experten und Freunden (Begrüßungsfest für die Schulanfänger, Gottesdienste, Workshops, Geburtstagsfeiern, Projektarbeiten und deren Präsentationen und vieles mehr). („Feier“, eine Säule des Jenaplans)

Schule lebt nicht isoliert in einem Ort, sie ist Teil des Ortes.

Ein altes afrikanisches Sprichwort klingt hier ganz modern:

„Um ein Kind zu erziehen braucht man ein ganzes Dorf.“

Die Integration der Eltern in unser Schulleben ist uns daher sehr wichtig




Unser Leitbild

  • V ielfältigkeit ist gewünscht!
  • A nderssein sehen wir als Chance!
  • S elbstständig und selbsttätig erwerben wir nachhaltig Wissen.
  • O hne Angst vor Fehlern machen wir uns auf Lösungssuche.
  • L ernen durch klassenübergreifendes Entdecken und Forschen.
  • D ifferenzierung - weil unsere LehrerInnen Verantwortung tragen.
  • S icherheit gewinnen durch vielfältiges Üben.
  • B egabungen sichtbar machen und fördern.
  • E igengesteuertes Lernen um die Freude am Lernen nachhaltig zu erhalten.
  • R espektvoll miteinander umgehen.
  • G emeinsam leben wir, lernen wir, fördern uns und tragen uns.
 
start.txt · Zuletzt geändert: 2018/10/17 20:29 (Externe Bearbeitung)
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