Schulkonzept

Einleitung


Wir sind EINE Schule, in der sich Pädagoginnen, Kinder und Eltern Tag für Tag aufs Neue GEMEINSAM auf den Weg machen, die Welt zu erforschen.

Wir sehen es als unsere Aufgabe,

  • die Entwicklungsmöglichkeiten jedes einzelnen Kindes aufzuspüren und diese in einer vorbereiteten Lernumgebung durch passende Anforderungen bestmöglich zu fördern (siehe Begabungsförderung)
  • Kinder tagtäglich zu ermutigen, an ihren Schwächen zu arbeiten und von uns begleitet an ihre Grenzen zu gehen.
  • die Erfahrungen der Kinder in den Unterrichtsalltag einfließen zu lassen und ihnen zusätzlich Zugänge in neue Welten zu öffnen (siehe Jenaplan).
  • die Erkenntnisse und Entscheidungen der Kinder zu respektieren, sie aber dennoch in Reflexion, Diskurs und kritischem Hinsehen zu schulen.
  • Kinder IHRE ganz persönlichen Schritte gehen zu lassen, mit der für SIE nötigen Unterstützung.


Lehren heißt ein Leben auf immer zu berühren! Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst!


Schule der Reformen


„Voneinander lernen -
miteinander arbeiten -
füreinander leben.“

(Peter Petersen, Begründer der Jenaplanpädagogik)


Wir sind eine Schule, die bei all ihrem Planen, Tun, Reflektieren und Evaluieren die Bedürfnisse ihrer Schützlinge im Focus hat und die sich dabei ihrer großen Verantwortung für die bestmögliche Förderung jedes einzelnen Kindes bewusst ist.

Wir sind eine Leistungsschule, in der Kinder den Schulalltag mit ihren Interessen und Kompetenzen aktiv mitgestalten. Dialogisches Lernen wird bei uns seit Jahren gelebt.

Wir motivieren Kinder an ihre Grenzen zu gehen und wenn möglich sogar darüber hinaus.
Wir bestärken sie Dinge auszuprobieren, eigene Lösungswege zu finden.
Fehler machen und Scheitern erleben unsere SchülerInnen als wertvolle Erfahrungen auf dem Weg zum Ziel.

An unserer Schule erwerben Kinder sowohl gefestigte Grundkompetenzen in Rechnen, Schreiben und Lesen, als auch für das weiter Leben unverzichtbare Eigenschaften wie Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, mehr Wissen-Wollen, kritisches Reflektieren und eigene Ergebnisse präsentieren.

Das Kind im Zentrum, Wissensvermittlung orientiert am Interesse der Kinder, Fordern und Fördern im Individualunterricht. So leben wir Jenaplanphilosophie im 21. Jahrhundert. Daher freuen wir uns und sind stolz, dass unser Einsatz mit einem Eintrag auf der Homepage der Jenaplanschulen Österreichs gewürdigt wurde.

Mehr dazu:

» Jenaplanpädagogik Österreich


Schule der Innovationen


Das 2017 für drei Jahre verliehene „MINT“ Gütesiegel des Bildungsministeriums würdigt unser ausserordentliches Engagement im innovativen pädagogischen Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern.
Wir sehen dies als stellvertretende Auszeichnung für unser Bemühen um vielfältigen Zugang in allen Themenbereichen der Schule.

Innovative, moderne Pädagogik ist bei uns keinenfalls punktuell beschränkt auf Mathematik, Physik und Co.
Vielmehr leben wir das Schaffen von Interesse und Begeisterung mit modernen Methoden und Kozepten genauso in der Erarbeitung der Basiskompetenzen wie Lesen, Rechnen, Schreiben.
Alle Themen der Schule sind eng verbunden mit dem Fördern der Kreativität im umfassenden Sinn.
Motivation zum „Mehr-Wissen-Wollen“, zur Begeisterung und zu einem eigengetriebenen Lernen entwickeln sich ganz nebenbei durch Erfolgserlebnisse im kulturellen Lernen (Musik, Kunst) und bei sportlichen Leistungen.

Mehr dazu:

» MINT Gütesiegel
» MINT Schulen vor den Vorhang
» Schulleben -> Physik & Natur



Begabungsfördernde Schule


Unsere Begabungsförderung basiert auf dem Wissen, dass in jedem Kind – wie auch in jedem Erwachsenen – Begabungen schlummern.

Aufgabe einer Schule ist es, diese zu entdecken und deren Entfaltung durch eine entsprechende Lernumgebung und gezieltes Coaching zu ermöglichen bzw. positiv zu verstärken.

Um dies zu gewährleisten, arbeiten wir in Grundstufenteams. Die Kinder haben so die Möglichkeit in Mathematik und Deutsch-Lesen-Schreiben IHRE individuellen Schritte durch Herausforderungen und Hilfestellungen zu gehen.

Als Experten unterstützen und inspirieren sie Andere, ohne jedoch dabei an ihrem eigenen Vorrankommen behindert zu werden.

Im Modulsystem – ein Teil unserer Begabungsförderung - inskribieren Kinder Bereiche in denen sie sich vertiefen möchten. Dies ermöglicht sowohl Kindern, als auch Pädagoginnen, ihre Begabungen und Interessen miteinander zu leben und zu vertiefen.





Differenzierte Konzeptionen in der Grundstufe I und II


Grundstufe I

Familienklassen / Stammgruppen

Im Schuljahr 2019/20 leben wir aufgrund unserer zahlreichen Schulanfänger*innen die Grundstufe I als Gesamtheit mit drei Stammgruppen (rot, blau, gelb).

Die Stammgruppen sind ein Platz zum Ankommen am Beginn der Woche, ein Erzählen vom Wochenende und gemeinsames Planen der Woche. In den Stammgruppen finden kreative Einheiten, sowie Teile der Sport- und Musikeinheiten statt. In den Stammgruppen reflektieren Kinder am Freitag ihr Arbeiten.

Parallel zu den Stammgruppen werden die Basics in Deutsch und Mathematik in Kursen erarbeitet.
Kinder der 0. bis 2. Schulstufe werden hier – je nach Wissensstand – in Kleingruppen zusammengefasst. Herausforderung und Fördern, damit kein Kind über- oder unterfordert wird. Herausforderung und Fördern als Garant dafür, dass JEDES Kind seine EIGENEN Entwicklungsschritte gehen kann und darf.

Themenarbeiten leben wir als Grundstufe I gemeinsam.
Durch gemeinsames Eintauchen in ein Thema wird die Neugierde der Kinder auf ein „Mehr-Wissen-Wollen“ geweckt. Als Expert*innen bringen sie bereits gesammelte Erkenntnisse und Erfahrungen in die Projektarbeit ein. Gemeinsam finden wir Antworten auf „neue“ Fragen.

Gesetzlich sind schon seit jeher 3 Jahre für die Grundstufe I (1. und 2. Klasse) vorgesehen. Diese Möglichkeit leben wir seit dem Schuljahr 2016/17, verstärkt konzeptionell genutzt, mit unseren Familienklassen (Vorschulklasse, 1. Stufe, 2. Stufe).

siehe auch:

» Schulleben

Vorteile einer gemeinsam geführten Grundstufe I (zusammengefasst)

  • Ein nahtloses Gleiten zwischen der Vorschulstufe, der ersten und zweiten Klasse wird ermöglicht.
  • Eine Überforderung, sowie eine - nicht minder beachtenswerte - Unterforderung der Kinder wird verhindert.
  • Kinder haben - dort wo es nötig ist - Zeit zum Nachreifen.
  • Die Unsicherheit und der Stress bezüglich der Feststellung der Schulreife des Kindes fallen weg.
  • Begabte und frühreife Kinder können in unseren Kursen noch gezielter gefördert werden.
  • Jedes Kind, das in die Grundstufe II wechselt (3. und 4.Klasse) hat seine Basics in Lesen, Schreiben und Rechnen, sowie wichtige Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Selbsttätigkeit und Teamfähigkeit gefestigt.


Grundstufe II

Aus "Schulanfängern" werden "echte Schulkinder"

Von der zweiten in die dritte Schulstufe erleben Kinder einen großen Sprung in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung. Sie werden vom „Schulanfängerkind“ zum „echten Schulkind“. Der Umgang mit der Lehrperson, mit den Mitschülerinnen und –schülern verändert sich zusehends. Findet der Schulalltag auf der Grundstufe I vorwiegend auf der „Beziehungsebene“ statt, so gleitet dieser nun vermehrt auf die „kognitive Ebene“.
Unsere Erfahrung haben gezeigt, dass Kinder ab diesem Alter Gleichaltrige zum Austausch und Reflektieren brauchen. Dies ist ein wesentlicher Grund, warum es in unserer Volksschule keine fixen altersheterogenen Klassen über drei bzw. vier Schulstufen gibt.

Nach der Grundstufe I treffen sich die Kinder mit einem gefestigten Basiswissen und Kompetenzen wie Teamfähigkeit, erste Erkenntnisse im Recherchieren, Exzerpieren, Festhalten von neuem Wissen und Präsentieren von neuen Erkenntnissen in ihrer 3. Klasse.

Die 3. und 4. Klasse (Grundstufe II) sind zwar als Stammgruppen altershomogen getrennt, arbeiten jedoch wie die Grundstufe I eng zusammen:

  • In Mathematik und Deutsch stehen die Türen offen (Drehtürmodell), ein miteinander und voneinander Lernen ist gelebte Realität.
  • Themenarbeit wird auch hier klassenübergreifend (und zweimal pro Jahr grundstufenübergreifend) gelebt.


Ziel ist es, Schule als „großes Ganzes“ zu sehen und neben Faktenwissen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, kritisches Hinsehen und Reflexionsfähigkeit zu erwerben.





Bildungskonzept auf VIER Säulen

Die Beziehungssäule



Wir achten auf ausreichend Zeit, Raum und Ruhe für Gespräche (eine Säule des Jenaplans), nehmen die Kinder in ihrer Individualität ernst und machen sie zu Akteuren unseres Schulalltages.

Die Wissenssäule


DEN einen Unterricht gibt es nicht!
Soll Schule gelingen braucht es eine Mischung aus situationsbezogenen und auf die Kinder fokussierten pädagogischen und didaktischen Paketen.

Hier hat Altbewährtes, wie der oft verpönte „Frontalunterricht“, genauso seine Berechtigung, wie Neuerprobtes.

Frontalunterricht findet sich in unserem Kurs- und Kernunterricht (Jenaplan) wieder. Im Kernunterricht werden Grundfertigkeiten, Strukturen und Basiskompetenzen in der Großgruppe erarbeitet, in Kurs(klein)gruppen wird anschließend individuell geübt und gefestigt. Individualisierung spiegelt sich dabei nicht in der Anzahl der Arbeitsblätter wieder. Die Kinder arbeiten auf unterschiedlichen Aufgabenstufen. Hierbei wird schulstufenübergreifend gearbeitet!

Im Zentrum des Schulalltages steht das Leben der Kinder. Durch Impulse wird die Neugierde der Kinder geweckt, sie werden zum Fragenstellen animiert, zum Ausprobieren und Fehler machen ermutigt, zum Recherchieren und Exzerpieren motivieren. Im Team probieren, diskutieren, reflektieren unsere Schüler*innen Lösungswege. Ihre Ergebnisse präsentieren sie der Gruppe, der Klasse oder der Schulgemeinschaft.

Lernen, intrinsisch motiviert. Eigengetrieben und freiwillig – das fördert die Neugierde und den Wissensdurst.
So erwerben unsere Schüler*innen nachhaltig Wissen und die dazugehörenden Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Einsatzfreude, kritisches Hinsehen, Reflektieren und die eigene Sicht begründet verteidigen.

Die Individualsäule



Wir achten darauf, dass bei uns KEINER zu kurz kommt!

So bieten wir in Kooperationen mit Sportvereinen und mit Unterstützung unseres Elternvereins unter anderem Motopädagogik, Selbstverteidigung, Schwimmen, bewegte Turnstunden, Minihandball, Geschicklichkeitstraining am Fahrrad und vieles mehr an.

Im musischen Bereich leben wir seit 2012 eine sehr erfolgreiche Kooperation mit unserer Musikschule (Bläserklasse). Außerdem organisieren wir uns immer wieder ganz spontan zu einer Schulband und singen und musizieren bei diversen Anlässen (Musical, Weihnachtskonzert). Hier sucht und findet jedes Kind, Pädagoge – und oft auch Elternteil–seinen ganz individuellen Platz. Ab dem Schuljahr 2019/20 gibt es wieder wöchentlich eine Einheit „Schulchor“.

Im kreativen Bereich sorgen wir mit Unterstützung unserer Werk- und Religionslehrerinnen, sowie kompetenten Mentorinnen, in einzelnen Einheiten, aber auch Workshop-Vormittagen, dass der Fantasie der Kinder keine Grenzen gesetzt werden. Seit 2013 gibt es für die Kinder der Grundstufe 2 wöchentlich zwei Einheiten „Kreatives Gestalten“.

Englisch leben wir nicht nur integrativ mit Liedern, Spielen und Bilderbüchern im Schulalltag, sondern auch immer wieder mit Expert*innen. Spielerisch nehmen wir den Kindern so die Scheu vor einer, manchmal ersten, Fremdsprache.

Für unsere Kooperation in der Kinder-HTL (seit 2015), unsere jährlichen Besuche der Kinder UNI, für regelmäßige Museumsbesuche, die Arbeit mit Experten im Rahmen von Projekten (Beispiel: Astronomen beim Zeitreiseprojekt), unser forschendes, experimentelles Lernen im täglichen(!) Schulalltag, Pädagoginnen, die sich regelmäßig weiterbilden, u.v.m. wurden wir mit dem MINT-Gütesiegel (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ausgezeichnet.
MINT ein wesentlicher – weil zukunftsweisender – Bereich unserer Individual- aber auch Wissenssäule!

In unserer Schule „inskribieren“ Kinder im Rahmen unseres Modulsystems Kurse ihres Neigung. Einer unserer Beiträge zur Begabtenförderung.

Die Gemeinschaftssäule



Schule lebt nicht isoliert in einem Ort, sie ist Teil des Ortes.

Ein altes afrikanisches Sprichwort klingt hier ganz modern: „Um ein Kind zu erziehen braucht man ein ganzes Dorf.“

Die Integration der Eltern, als aktive, gleichwertige Partner auf Augenhöhe ist in unserem Schulleben gelebter Schulalltag.
Eltern – wie auch „Experten“ und Vereine – bringen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten in unser Schulleben ein.

Im Gegenzug dazu laden die Kinder unserer Schule Eltern, Verwandte und Freunde zu Feiern und Festen, die sie mit der Präsentation ihrer Arbeiten (Jenaplan), mit ihren Begabungen und Kompetenzen bereichern (siehe dazu Feste im Jahreskreis, Lesekaffees, Konzerte, Musical, …) ein.


Die Integration der Eltern in unser Schulleben ist uns daher sehr wichtig





Unser Leitbild

  • V ielfältigkeit ist gewünscht!
  • A nderssein sehen wir als Chance!
  • S elbstständig und selbsttätig erwerben wir nachhaltig Wissen.
  • O hne Angst vor Fehlern machen wir uns auf Lösungssuche.
  • L ernen durch klassenübergreifendes Entdecken und Forschen.
  • D ifferenzierung - weil unsere LehrerInnen Verantwortung tragen.
  • S icherheit gewinnen durch vielfältiges Üben.
  • B egabungen sichtbar machen und fördern.
  • E igengesteuertes Lernen um die Freude am Lernen nachhaltig zu erhalten.
  • R espektvoll miteinander umgehen.
  • G emeinsam leben wir, lernen wir, fördern uns und tragen uns.
 
start.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/22 18:46 (Externe Bearbeitung)
Recent changes RSS feed Donate Powered by PHP Valid XHTML 1.0 Valid CSS Driven by DokuWiki